Kassengesetz – Befragung macht bürokratische Lasten deutlich 

Laut Koalitionsvertrag soll das sog. Kassengesetz mit seinen vielfältigen Pflichten  evaluiert werden. Ziel der IHK-Befragung war u. a., mehr über die in der Praxis  auftretenden Probleme und Belastungen zu erfahren. Dabei wurde deutlich: Die  verschärften Vorgaben zur Kassenführung belasten die Unternehmen erheblich: Teure  Nachrüstungen der Kassensysteme, Berge von oft unerwünscht ausgegebenen Belegen und unangekündigte Kontrollen…

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Fristversäumnis durch längere Postlaufzeit: Keine Wiedereinsetzung bei verspäteter Zustellung 

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschied, dass  eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nicht gewährt  wird, wenn ein fristgebundener Schriftsatz verspätet eingeht und der Absender sich auf eine Zustellung am nächsten  Werktag verlässt. Hintergrund ist die Postrechtsreform 2024, die längere Beförderungszeiten vorsieht. Wer auf einen  Eingang am nächsten Werktag vertraut, riskiere den  Fristablauf, so die…

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Einheitlicher Zahlungsempfänger in Thüringen und Bayern ab Oktober 2025 verbindlich 

Das Thüringer Finanzministerium und das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt)  machen darauf aufmerksam, dass künftig für alle Überweisungen an sämtliche  Finanzämter in Thüringen und Bayern der einheitliche Empfängername „Freistaat  Thüringen“ bzw. „Freistaat Bayern“ gilt. Die bisherige Praxis, einzelne Behörden wie z.B. das Finanzamt oder Ministerien als Empfänger zu benennen, entfällt künftig vollständig. Hintergrund Ab dem…

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Schätzung bei ordnungswidriger Kassenführung – Amtliche Richtsatzsammlung des BMF auf dem Prüfstand 

Weil eine Diskothek kein Restaurant ist, kann bei der Schätzung der Getränkeumsätze  einer Diskothek nicht auf die Rohgewinnaufschlagsätze der amtlichen  Richtsatzsammlung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) für  Gastronomiebetriebe zurückgegriffen werden. Das entschied der Bundesfinanzhof in  Bezug auf eine Diskothek, bei der die Kassen für die Getränkeumsätze nicht  ordnungsgemäß geführt worden waren. Zudem äußerte der Bundesfinanzhof erhebliche…

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Außenprüfung: E-Mails als vorzulegende Handels- und Geschäftsbriefe 

Der Bundesfinanzhof entschied, dass E-Mails mit Steuerbezug den Außenprüfern des  Finanzamts als „Handels- und Geschäftsbriefe“ vorgelegt werden müssen, nicht jedoch  ein extra zu erstellendes Gesamtjournal der Korrespondenz. Handels- und  Geschäftsbriefe im Sinne von § 147 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 AO können auch E-Mails sein. (Digitale) Unterlagen über Konzernverrechnungspreise unterfallen dem  Anwendungsbereich des…

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Finanzamt muss Inhalte anonymer Anzeigen nicht offenlegen 

Der Bundesfinanzhof entschied, dass ein Steuerpflichtiger im Regelfall keinen Anspruch auf Preisgabe einer anonym beim Finanzamt eingegangenen Anzeige hat, die ihm  steuerliches Fehlverhalten vorwirft (Az. IX R 25/24).  Im Streitfall nahm das beklagte Finanzamt eine anonyme Anzeige zum Anlass, um bei  der Klägerin, die einen Gastronomiebetrieb führte, eine sog. Kassen-Nachschau  durchzuführen. Ein steuerstrafrechtliches Fehlverhalten wurde…

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Verträge zwischen nahen Angehörigen: Wann das Finanzamt mitspielt 

Verträge innerhalb der Familie sind steuerlich heikel. Anders als bei Fremden fehlt oft  der natürliche Interessengegensatz. Deshalb prüft die Finanzverwaltung genau, ob  Vereinbarungen mit Eltern, Kindern oder Ehepartnern steuerlich anzuerkennen sind. Grundsätzlich gilt: Nur wenn der Vertrag zivilrechtlich wirksam, fremdüblich gestaltet  und tatsächlich durchgeführt wird, entfaltet er steuerliche Wirkung. Mündliche  Absprachen genügen nicht, klare Schriftform schafft…

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Voraussetzungen von § 20 Abs. 4a Satz 3 EStG-Verlustmodell unzulässig 

Der Bundesfinanzhof hat in drei Urteilen zu den Voraussetzungen von § 20 Abs. 4a Satz 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) entschieden und damit das Steuermodell  mit Indexanleihen und Teilschuldverschreibungen gestoppt.   Die Richter des Bundesfinanzhofs stellten klar, wann § 20 Abs. 4a Satz 3 EStG nicht  greift. Damit setzten sie der gezielten Steuervermeidung enge Grenzen. Den drei  Verfahren…

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Steuerhinterziehungsbekämpfung: Datenpaket-Auswertung zu Krypto-Geschäften 

Gewinne aus der Veräußerung von Kryptowerten im Privatvermögen (z. B. Ether und  Bitcoin) sind innerhalb der einjährigen Veräußerungsfrist steuerpflichtig und in der  Einkommensteuererklärung anzugeben. Auch Tätigkeiten wie Mining, Forging, Staking  oder Lending im Zusammenhang mit Kryptowerten im Privatvermögen müssen  angegeben werden.  Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) verschärft seine  Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung im…

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