Keine doppelte Haushaltsführung bei Nutzung eines Wohnmobils für Unterkunft und Familienheimfahrten

Ein Arbeitnehmer nahm 2022 eine neue Beschäftigung auf und übernachtete während  der Arbeitswoche in seinem Wohnmobil auf einem vom Arbeitgeber bereitgestellten  Stellplatz am Arbeitsort. Das Wohnmobil verfügte über Schlaf-, Koch- und  Sanitäreinrichtungen und wurde als Zweitunterkunft genutzt. Für die Wochenenden  fuhr der Arbeitnehmer jedoch regelmäßig mit demselben Wohnmobil zu seinem  Familienwohnsitz zurück. Die hierfür geltend…

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Lösen zinslose Kaufpreisraten beim privaten Immobilienverkauf  steuerpflichtige Kapitalerträge aus?

Im Streitfall hatten die Kläger, ein Ehepaar, im Jahr 2021 ein bebautes Grundstück,  welches sich seit über 10 Jahren in ihrem Eigentum befunden hatte, an ihre Tochter  verkauft. Der Kaufpreis entsprach dem Wert der Immobilie und sollte in monatlichen  Raten gezahlt werden. Im Kaufvertrag stand ausdrücklich, dass keine Verzinsung  vereinbart war. Der Vorteil aus diesem…

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Kassenführung bei mobilen Handelsbetrieben ohne feste Betriebsstätte – Anforderungen, typische Fehler und steuerliche Konsequenzen 

Mobile Handelskonstellationen – insbesondere im Bereich des Lebensmittelhandels –  sind in der Praxis keineswegs selten. Typischerweise erfolgt der tägliche Wareneinkauf bei Großhändlern mit anschließender unmittelbarer Weiterveräußerung an Abnehmer,  ohne dass eine feste Betriebsstätte oder Lagerhaltung besteht. Die Geschäftsabwicklung erfolgt dabei häufig vollständig in bar. Gerade in diesen Fällen zeigt sich in der Praxis, dass die Anforderungen an…

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Jahresabschlüsse von Unternehmen: Vorsicht bei „Fake-Zahlungsaufforderungen“ 

Das Bundeszentralamt für Steuern und das Bundesamt für Justiz warnen immer wieder vor betrügerischen E-Mails mit Zahlungsaufforderungen. Unternehmen hätten angeblich ihre Jahresabschlüsse nicht veröffentlicht und sollten jetzt an die angegebene Bankverbindung überweisen. Tun Sie es nicht! Klicken Sie nicht auf irgendwelche Links! Öffnen Sie keine Anhänge! Auch, wenn viel Druck gemacht wird.  Richtig ist:  ■  Es gibt ein…

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Grundsteuer (Bundesmodell): Was passiert mit laufenden  Einsprüchen? 

Die neue Grundsteuer wird je nach Bundesland unterschiedlich berechnet. In den Ländern, die das sog. Bundesmodell anwenden, läuft es vereinfacht so ab: Zuerst stellt  das Finanzamt den Grundsteuerwert fest. Daraus wird mit der gesetzlich festgelegten  Steuermesszahl der Grundsteuermessbetrag berechnet. Auf diesen Messbetrag wendet  anschließend die Gemeinde ihren Hebesatz an. Erst daraus ergibt sich die tatsächlich zu…

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Überprüfung der Steuerbegünstigung von Vereinen – Finanzämter informieren über Abgabepflicht 

Viele Vereine könnten demnächst vom Finanzamt ein Informationsschreiben zur Abgabe der Steuererklärungen erhalten, da das Finanzamt in der Regel alle drei Jahre  überprüft, ob Vereine und andere Organisationen (z. B. Stiftungen), die gemeinnützige,  mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen (z. B. Sport- und Musikvereine, Fördervereine von Schulen oder Kindertagesstätten, Naturschutzvereine usw.), in der zurückliegenden Zeit mit ihren Tätigkeiten die…

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Gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Hotelzimmermieten bei einem Veranstalter für Konferenzen, Events und Reisen 

Eine GmbH organisierte Konferenzen und Events und mietete dafür regelmäßig Hotelzimmer, Räume und Technik an, die sie ihren Kunden weiterberechnet. Das Finanzamt rechnete diese Mietkosten dem gewerblichen Gewinn hinzu, das Finanzgericht lehnte das ab. Der Bundesfinanzhof widersprach dem Finanzgericht: Auch gemietete Wirtschaftsgüter können fiktives Anlagevermögen sein, wenn sie nach Art und Nutzung  auf Dauer für den Betrieb gebraucht würden (Az. III…

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Doppelbesteuerung der nichtehelichen Lebensgefährtin für Hinterbliebenenleistung aus Direktversicherung ist rechtmäßig

Die Lebensgefährtin eines Verstorbenen erhielt aus einer betrieblichen Direktversicherung eine Hinterbliebenenleistung von 213.402,11 Euro. Diese Zahlung  wurde bereits der Einkommensteuer unterworfen und zusätzlich vom Finanzamt als  erbschaftsteuerpflichtiger Erwerb behandelt. Nach Abzug eines Freibetrags von 20.000 Euro setzte das Finanzamt Erbschaftsteuer von rund 58.000 Euro fest. Die klagende Lebensgefährtin hielt dies für ungerecht, weil Ehegatten in ähnlichen Fällen erbschaftsteuerfrei…

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Vollverzinsung der Umsatzsteuer verstößt nicht gegen Unionsrecht 

Das Finanzamt hatte bei der Klägerin einen Vorsteuerabzug korrigiert, den die Klägerin zuvor zu Unrecht geltend gemacht hatte, was zu Steuernachforderungen und nach  § 233a AO zu einer Verzinsung dieser Steuernachforderungen zulasten der Klägerin  führte. Gegen diese Nachforderungszinsen wandte sich die Klägerin. Sie machte im Wesentlichen geltend, die Vollverzinsung im Bereich der Umsatzsteuer verstoße gegen das Unionsrecht,…

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Gewährung von Vertrauensschutz setzt bei innergemeinschaftlichen Lieferungen keine Gelangensbestätigung voraus – Lieferung bleibt umsatzsteuerfrei

Ein Steuerberater verkaufte 2018 einen Pkw an eine rumänische Firma. Er prüfte deren  USt-IdNr., ließ sich einen Handelsregisterauszug geben und erhielt den Kaufpreis bar. Im Vertrag verpflichtete sich der Käufer, das Auto nach Rumänien zu bringen. Eine Gelangensbestätigung (Nachweis, dass der Wagen dort angekommen ist) wurde aber  trotz Mahnungen nie zurückgesandt. Der Steuerberater behandelte den Verkauf als umsatzsteuerfrei…

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