Berichtigung der Besteuerung von Handwerkerleistungen 

Ein selbstständiger Handwerksmeister baute in den Streitjahren 2012 und 2013  Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen in vier Gebäuden des Bauträgers ein.  Zunächst wurde Umsatzsteuer ausgewiesen und abgeführt. Später jedoch geändert  abgerechnet unter Berufung auf das Reverse-Charge-Verfahren (gemäß § 13b Abs. 2 Nr. 4 Umsatzsteuergesetzes – UStG – alte Fassung), wonach der Leistungsempfänger  (hier: Bauträger) die Umsatzsteuer schuldet.…

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Lohnsteuerpauschalierung bei Betriebsveranstaltungen mit beschränktem Teilnehmerkreis

Im Jahr 2015 veranstaltete die Klägerin (und spätere Revisionsklägerin) in eigenen  Räumlichkeiten eine Weihnachtsfeier für rund 8.000 Euro, zu der nur die  Vorstandsmitglieder eingeladen waren. Darüber hinaus richtete sie im selben Jahr eine  Weihnachtsfeier für Mitarbeiter für rund 168.500 Euro aus, die zum sog. oberen  Führungskreis bzw. Konzernführungskreis gehörten. Dabei handelte es sich um  Mitarbeiter,…

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550.000 Euro beim Online-Poker in der Variante „Pot Limit Omaha“ gewonnen: Einkünfte aus Gewerbebetrieb? 

Ein Student spielte zwischen 2008 und 2013 regelmäßig Online-Poker (Pot Limit  Omaha) mit einem Zeitaufwand von 15-25 Stunden wöchentlich und erzielte nach  Schätzung des Finanzamts jährlich 80.000 bis 550.000 Euro. Nach einer Betriebsprüfung setzte das Finanzamt Einkommensteuer in Höhe von rund 230.000 Euro fest. Der Kläger wandte ein, kein gewerblicher Pokerspieler zu sein, blieb damit…

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Gewinn aus der Veräußerung eines zum Privatvermögen gehörenden hochpreisigen Wohnmobils innerhalb eines Jahres nach Anschaffung 

Von der Spekulationssteuer nach § 23 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind  Veräußerungen von „Gegenständen des täglichen Gebrauchs“ ausgenommen. Jedoch  ist der Begriff „Gegenstand des täglichen Gebrauchs” gesetzlich nicht definiert.   Das Sächsische Finanzgericht entschied in einem Urteilsfall, dass ein Wohnmobil ein von der Besteuerung ausgenommener „Gegenstand des täglichen Gebrauchs” ist (nach § 23 Abs. 1 Satz 1…

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Steuerfalle Grundstücksschenkung: Vorsicht bei Übertragungen an Angehörige 

Wer eine Immobilie an nahe Angehörige verschenken möchte, tut dies häufig mit guten Absichten, z. B. im Wege der vorweggenommenen Erbfolge. Doch oft wird dabei  übersehen, dass die Steuerfalle zuschnappen kann, wenn der Beschenkte im Gegenzug  Schulden übernimmt oder einen Teilbetrag zahlt. Solche teilentgeltlichen  Grundstücksübertragungen können ein sog. „privates Veräußerungsgeschäft“ auslösen,  d. h., der Übertragende muss…

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Steuerliche Behandlung von Corona-Soforthilfen bei Gewinnermittlung 

Die Gewährung von Corona-Soforthilfen hat keinen Darlehenscharakter und stellt im  Zeitpunkt des Zuflusses steuerpflichtige Betriebseinnahmen dar, so entschied das  Niedersächsische Finanzgericht (Az. 12 K 20/24).  Korrespondierend hierzu seien etwaige Rückzahlungen im Zeitpunkt des Abflusses als  Betriebsausgaben zu berücksichtigen. Dies entspreche den allgemeinen Prinzipien bei  der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz. Etwaige Progressionsvorteile oder -nachteile…

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Ist ein Gewinn aus dem Verkauf von Eintrittskarten für  Fußballspiele oder Konzerte steuerpflichtig? 

Mit Start der Bundesliga-Saison 2025/26 und bei Auftritten gefragter Musikstars oder  Festivals übersteigt die Nachfrage nach Tickets regelmäßig das Angebot. Entsprechend  begehrt sind Eintrittskarten auf verschiedenen Plattformen, wo sie – sofern vom  Veranstalter erlaubt – weiterverkauft und teils zu mehr als dem Zehnfachen des  Originalpreises gehandelt werden.  Wer Eintrittskarten mit Gewinn weiterverkauft, muss sich mit…

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Bundesrat stimmt dem Gesetz für ein steuerliches Sofortprogramm zu

Der Bundesrat hat am 11.07.2025 dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland einstimmig zugestimmt. Es sieht vor, dass Unternehmen ihre Ausgaben für Maschinen und Geräte in diesem und in den nächsten beiden Jahren degressiv mit bis zu 30 Prozent von der Steuer abschreiben können. Ab dem Jahr 2028 soll schrittweise die…

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Meldeverfahren für elektronische Aufzeichnungssysteme

Kassen(-systeme) müssen seit dem 01.01.2025 an die Finanzverwaltung gemeldet werden! Für die Mitteilung an das zuständige Finanzamt stehen drei Wege zur Verfügung. Für alle gilt die sog. Brutto-Methode auf Betriebsstättenebene, d. h. eine einheitliche Mitteilung für alle Kassen(-systeme) einer Betriebsstätte. Folgen der erstmaligen Meldung spätere Änderungen, muss nicht nur die einzelne Änderung gemeldet werden, sondern…

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